Kloster

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Zisterzienserkloster Doberlug

1. Allgemein

Ortsname
Doberlug
Institution des Mitglieds
Stadt
Arten Mitarbeitende in Tourismus und Kultur
fest
HaupteigentĂŒmer*In auf dem KlostergelĂ€nde
Stadt
Kirche
Weitere EigentĂŒmer*Innen auf dem KlostergelĂ€nde
keine Angaben

2. Geschichte

GrĂŒndungsjahr
1184
GrĂŒndungsorden
Zisterzienser
Auflösung
Reformation 16. Jh.
Jahr der Auflösung
1541
Fand eine Wiederbesiedlung statt?
Nein
Wiederbesiedlung Typ
nie wiederbesiedelt
Wiederbesiedelung Beschreibung
keine Angaben
Zentrale Begebenheiten
1210/11 Walter von der Vogelweide besingt Kloster Dobrilugk, 1643 Brandstiftung durch schwedische Söldner, 1676 Einweihung der Kloster- als Schloßkirche, 1875 Sauerorgel

3. Baulichkeiten

Geschlossenes Bild der Klosteranlage
teilweise
Klosterkirche vorhanden
ja
Weitere GebÀude aus Klosterzeit
Schloss Doberlug, Refektorium, KlosterschÀnke (ehemaliges ScheunengebÀude, zu 85% Neubau)
Vorherrschender Architekturstil
epochenĂŒbergreifend heterogen
Vorherrschendes Baumaterial
Backstein (teilw.), Fassaden verputzt
PrÀgende bauliche ErgÀnzungenaus nachklösterlicher Zeit
Schloss Doberlug (basierend auf drei Klosterbauten, vervollstĂ€ndigt als 4-FlĂŒgelanlage)

4. Denkmalpflege

KlostergelÀnde ist FlÀchendenkmal
Ja
Denkmalpflege Status
FlÀchendenkmal
GebÀuderekonstruktion seit Mitte 20. Jahrhundert
Ja
GebÀuderekonstruktion
Refektorium (VeranstaltungsgebĂ€ude), AußenhĂŒlle Schloß, Schloßinneres zu ca. 75% saniert (museale Nutzung, Tourist-Info, RĂ€ume des Naturparks), Klosterkirche (Nutzung als Kirche und öffentliche Veranstaltungen). Alles frĂŒher in NVA-Nutzung mit teilweisen Erhaltungsmaßnahmen, aber trotzdem nach Übernahme durch die Kommune sanierungsbedĂŒrftig.
NutzungsÀnderungen seit etwa 1990
Ja
NutzungsÀnderungen
Umgestaltung Refektorium zu Kultur-, Konferenz und VeranstaltungsstÀtte, Umgestaltung Schloss Doberlug zu Touristeninformation, Trausaal/Standesamt, Museum

5. Nutzung

Nutzung der Klosterkirche
Gottesdienste
Konzerte
Ausstellungen
anderweitige Nutzungen
Arten Nutzer*innen auf dem KlostergelÀnde
Kirche
private Firmen
öffentliche Einrichtungen

6. Kultur

Kulturelles Zentrum
Ja: Klosteranlage, die sich ihrem SelbstverstÀndnis nach als kulturelles Zentrum der Region begreift
Ja: Klosteranlage, die sich ihrem SelbstverstÀndnis nach als kulturelles Zentrum der Region begreift
Ausstellungen werden angeboten
Ja
Ausstellungen
Nur Wechselausstellungen

7. SpiritualitÀt

Eine geistliche Gemeinschaft ist im Kloster ansÀssig
nein
Lebens- und Wohnorte der Gemeinschaftsmitglieder
keine Angaben
Kirchengemeinde an Klosterkirche ansÀssig
Ja
Konfession Kirchengemeinde
evangelisch
Gibt es weitere Gottesdienstorte?
keine Angaben
Weitere Gottesdienstorte sind
keine Angaben
Gibt es weitere Formen spirituellen Engagements?
Ja
Formen des weiteren spirituellen Engagements
alternative, moderne Gottesdienstformen
Liegt das Kloster an Pilgerwegen?
Ja
Angebundene Pilgerwege
"Auf den Spuren der Mönche" (touristische Wanderroute), Kirchenstraße Elbe - Elster
Kloster ist Wallfahrtsort
keine Angaben
Beschreibung des Wallfahrtsortes
keine Angaben

8. Wissenschaft

Kloster mit wissenschaftlicher Arbeit in den Bereichen Religion, Klosterkultur, Denkmalpflege, Ordensforschung oder Geschichte
nein
Formen wissenschaftliche Anbindung
keine Angaben
Gibt es andere wissenschaftliche AktivitÀten?
nein
Andere Wissenschaftliche Arbeit
keine Angaben

9. Tourismus

Ist Klosteranlage offen fĂŒr touristische Nutzung
teilweise
Gibt es ein gastronomisches Angebot
Ja, ganzjÀhrig
Werden Klosterprodukte vermarktet?
Teilweise

10. Klosterkultur

Sind Arbeitsbereiche mit einem Bezug zur Klosterkultur dauerhaft ansÀssig?
Ja
Formen der Klosterkultur
Handwerklich tÀtig sein
Kreativ tÀtig sein
Sonstiges
Formen der Klosterkultur Beschreibung
Klosterwerkstatt

11. Vernetzung

Kloster arbeitet in Netzwerken mit
Ja
Art von Netzwerken
Tourismus
Kultur
Kirche oder religiöse Netzwerke
Bildungspolitik
Wissenschaft
Denkmalpflege
Landschaftspflege
Wirtschaft

12. Kernkompetenzen

Kloster verfĂŒgt Kernkompetenzen in
Beschreibung Kernkompetenzen und weitere Ansprechpartner
jÀhrliche Klostermusiken Pfarramt, Hauptstr. 81, 03253 Doberlug-Kirchhain in der Kantorei
Bild eines Klosters - Zisterzienserkloster Doberlug

Zisterzienserkloster Doberlug

Schlossplatz

03253 Doberlug-Kirchhain

GrĂŒndungsjahr

1184

Ordenszugehörigkeit

Zisterzienser

Das 1165 gestiftete Kloster Dobrilugk gilt als Ă€ltestes Zisterzienserkloster im heutigen Land Brandenburg. Bis zu Beginn des 13. Jh. entstanden Klosterkirche, Klausur und WirtschaftsgebĂ€ude. GroßzĂŒgige Stiftungen mehrten den Besitz des Klosters im Umland. 1541 erfolgte im Zuge der Reformation die Aufhebung des Klosters. Im 30jĂ€hrigen Krieg geplĂŒndert und zerstört, wurde die Klosterkirche im 17. Jh. als Schlosskirche neu geweiht und das Abthaus zu einem Wasserschloss im Renaissancestil umgebaut.1852 brannten die KlausurgebĂ€ude des ehemaligen Klosters fast vollstĂ€ndig nieder. Das erhaltene Refektorium wurde zu DDR-Zeiten als Kulturhaus genutzt. Ende des 20. Jhs. ermöglichten die Stadtverwaltung und der Förderverein Schloß Doberlug e.V. umfassende Restaurierungsmaßnahmen der Anlage.

Klosteranlage

Neben der Klosterkirche und dem Refektorium, dem Speisesaal der Mönche, sind von der ehemaligen Klosteranlage Dobrilugk noch Reste der Bausubstanz des Abthauses im Keller und Erdgeschoss von Schloss Doberlug erhalten; ebenso die Klosterkirche St. Marien, eine der frĂŒhesten gewölbten Zisterzienserbauten in Brandenburg. Von den barocken Einbauten sind noch die Orgelempore und die FĂŒrstenloge vorhanden. Die farbige Ausmalung, die Verglasung und das ChorgestĂŒhl im Renaissancestil entstanden dagegen erst im Rahmen der Kirchenrestaurierung 1905-1909.

Lage und Umgebung

Im SĂŒdwesten Brandenburgs in den Niederungen der Kleinen Elster gelegen, befindet sich das ehemalige Zisterzienserkloster Dobrilugk in unmittelbarer NĂ€he des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Die im August purpurn blĂŒhenden Wiesen sind Lebensraum zahlreicher seltener Vogelarten.

Highlights

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain mit ihrem Schloss, dem Renaissance-Rathaus der Klosterkirche St. Marien und dem einzigen Weißgerbermuseum Europas bieten Besuchern Baukunst von der Romanik bis zum Barock. In den zur Jahrtausendwende sanierten RĂ€umen des Schlosses und des Refektoriums finden Ausstellungen und Kulturveranstaltungen statt. Im Umland lassen sich auf Kremserfahrten und Fahrradtouren die Niederlausitzer Heidelandschaft und der „Kleine Spreewald“ erkunden.

Das ehemalige Zisterzienserkloster Dobrilugk

Umgeben von der Heidelandschaft

Im SĂŒdwesten Brandenburgs, in den Niederungen der Kleinen Elster, wurden 1950 die eigenstĂ€ndigen Ortschaften Doberlug und Kirchhain zu einer Doppelstadt vereint. Kirchhain hatte sich ĂŒber die Jahrhunderte seit dem Mittelalter von einem Klosterdorf zu einer Gerberstadt entwickelt und prĂ€sentiert sich heute mit seiner Stadtkirche, dem Marktplatz mit Renaissance-Rathaus und dem einzigen Weißgerber-Museum Deutschlands. Die Klosterkirche Sankt-Marien, das Schloss und die barocke, Planstadt des sĂŒdlichen Stadtteils Doberlug bieten Besuchern Baukunst von der Romanik bis zum Barock.[1]

Der Name „Doberlug“ hat seinen Ursprung im sorbischen Dobry Ɓug und bedeutet „gutes Wiesenland“.[2] Eine Bezeichnung die fĂŒr eine Stadt in der Niederlausitz, deren Heidelandschaft sich Ende August in ein purpurnes BlĂŒtenmeer verwandelt, nicht passender gewĂ€hlt sein könnte. Es sind Calluna-Heiden, die sich durch eine 30jĂ€hrige militĂ€rische Nutzung herausgebildet haben und fĂŒr den heutigen Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft namensgebend waren. Wo frĂŒher Panzer rollten helfen heute zĂŒnftig gekleidete SchĂ€fer mit ihren Heidschnuckenherden das Zuwachsen der Heide zu verhindern, die Lebensraum zahlreicher seltener Vogelarten ist. Auf Kremserfahrten und Radtouren lĂ€sst sich in der Niederlausitz aber nicht nur gutes Wiesenland erkunden. Blaubeerreiche WĂ€lder, romantische Streuobstwiesen und sagenhafte Moorlandschaften bereichern ebenso die Landschaft wie die in rekultivierten Tagebaurestlöchern entstandenen Naherholungsgebiete und der „Kleine Spreewald“ am Zusammenfluss der Schwarzen und der Kleinen Elster.[3]

Umsungen im Vokalspiel

Der Name Dobraluh wurde erstmals in der Chronik des Thietmar von Merseburg im Zusammenhang mit dem Heerzug Heinrichs II. im 11. Jahrhundert erwĂ€hnt.[4] Er bezeichnete jedoch keine Siedlung, sondern eine großrĂ€umige Lichtung in den unermesslichen WĂ€ldern, auf welcher ein guter Übergang durch die Niederungen der Kleinen Elster möglich war. Diesen Ort wĂ€hlte der Wettiner Dietrich von Landsberg, Markgraf der Ostmark, fĂŒr eine Niederlassung der Zisterziensermönche, die sich Mitte des 12. Jahrhunderts hier ansiedelten. Tradiert wird der 01. Mai 1165 als GrĂŒndungsdatum.[5] Zwar fehlt eine GrĂŒndungsurkunde, ein lyrisches Zeugnis aus der GrĂŒndungsphase des Klosters ist der Nachwelt jedoch erhalten geblieben.

Der mittelalterliche MinnesĂ€nger Walther von der Vogelweide, im Winter 1210 zur UntĂ€tigkeit gezwungen und aufs Strohlager geworfen, wĂŒnschte sich in einem Vokalspiel den Sommer herbei und die Arbeit an frischer Luft: „Durch mein Liegen bin ich trĂ€ge geworden wie eine Sau. Mein glattes Haar ist mir struppig geworden. Lieber Sommer, wo bist du? Wahrhaftig, lieber sĂ€he ich Feldbestellung. Ehe ich in solcher Falle lange eingeklemmt sein möchte wie jetzt, wĂŒrde ich lieber Mönch in Dobrilugk.“[6]

Quellen - Bitte hier klicken

Fußnoten:

  1. SCHULZ, Horst: Schlösser und GÀrten in der Mark. Doberlug-Kirchhain. Berlin 2000, S. 1; http://www.doberlug-kirchhain.de/seite/176917/idealstadt-doberlug.html.
  2. KÖRNER, Siegfried: Ortsnamenbuch der Niederlausitz. Berlin 1993, S. 141.
  3. Zum Naturpark Niederlausitzer vgl. http://www.naturpark-nlh.de; http://www.reiseland-brandenburg.de/themen/natur/nationale-naturlandschaften/naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft.html; http://www.elbe-elster-land.de/de/land-natur/natur-erleben/artikel-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft.html. Einen einfĂŒhrenden Vorabeindruck und eine Übersichtskarte bietet das Faltblatt des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft: http://naturpark-nlh.de/fileadmin/Naturpark_Niederlausitz/photos/Downloads/Basisfaltblatt_NPNLH_2010.pdf .
  4. MERSEBURGENSIS, Thietmar: Die Chronik des Thietmar von Merseburg. Nach der Übersetzung von J. C. M. LAURENT, J. STREBITZ und W. WATTENBACH. Neu ĂŒbertragen und bearbeitet und von Robert HOLTZMANN. Halle 2007, S. 130 [Buch VI, 22.].
  5. LEHMANN, Rudolf: Die Àltere Geschichte des Cisterzienserklosters Dobrilugk in der Lausitz. Kirchhain 1917, S. 14f.; SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 1.
  6. Im Original: „Ich bin verlegen als ein sĂ»:/ mĂźn slehn hĂąr ist mit worden rĂ»./ sĂŒezer sumer, wĂą bist dĂ»? JĂą saehe ich gerner veltgebĂ»./ Ê deich lange in selher drĂ»/ beklemmet waere als ich bin nĂ», ich wurde ĂȘ mĂŒnch ze ToberlĂ»â€œ (VOGELWEIDE, Walther von der: Vokalspiel [1210]. In: ders.: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide. Urtext mit ProsaĂŒbersetzung von Hans BÖHM. Berlin 1964, S. 120-126, Zitat S.122f.).

Quellen:

  • KÖRNER, Siegfried: Ortsnamenbuch der Niederlausitz. Berlin 1993.
  • LEHMANN, Rudolf: Die Ă€ltere Geschichte des Cisterzienserklosters Dobrilugk in der Lausitz. Kirchhain 1917.
  • MERSEBURGENSIS, Thietmar: Die Chronik des Thietmar von Merseburg. Nach der Übersetzung von J. C. M. Laurent, J. Strebitzki und W. Wattenbach. Neu ĂŒbertragen und bearbeitet und von Robert Holtzmann. Halle 2007.
  • SCHULZ, Horst: Schlösser und GĂ€rten in der Mark. Doberlug-Kirchhain. Berlin 2000.
  • VOGELWEIDE, Walther von der: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide. Urtext mit ProsaĂŒbersetzung von Hans BÖHM. Berlin 1964.
  • http://www.doberlug-kirchhain.de
  • http://www.naturpark-nlh.de/
  • http://www.elbe-elster-land.de/de/land-natur/natur-erleben/artikel-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft.html
  • http://www.klosterkirchengemeinden-doberlug.de

Die Klosteranlage

Anlage und Nutzung der ehemaligen KlostergebÀude

Neben der Klosterkirche und dem ĂŒberformten zweischiffigen Refektorium, dem Speisesaal der Mönche, sind vor der ehemaligen Klosteranlage Dobrilugk heute nur noch Reste der Bausubstanz des Abthauses im Keller des WestflĂŒgels und im Erdgeschoss des NordflĂŒgels von Schloss Dobrilug erhalten. Das Abthaus lag im SĂŒdosten der sich sĂŒdlich an die Klosterkirche anschließenden KlausurgebĂ€ude. Vom OstflĂŒgel, der eigentlichen Klausur, blieb nach dem Brand 1852 nur die an das Querschiff der Klosterkirche angelehnte kreuzgratgewölbte Sakristei erhalten, an die sich der Kapitelsaal und die ArbeitsrĂ€ume der Mönche anschlossen. ZunĂ€chst das Auditorium, Ort fĂŒr Hand- und Schreibarbeiten, gefolgt von einem Durchgang zum Klosterhospital (Infirmarium), einem weiteren allgemeinen Arbeitsraum (Camera), an den sich der Karzer (Arestzelle) und das Kalefactorium, die WĂ€rmestube der Mönche, anschlossen. Auch im KonversenflĂŒgel im Westen der Anlage folgte die Raumaufteilung dem Prinzip, profan genutzte RĂ€umlichkeiten möglichst weit von der Kirche entfernt einzurichten. Der WestflĂŒgel gliederte sich von Norden nach SĂŒden in den Tagesraum und den Speisesaal der Konversen, gefolgt von LagerrĂ€umen (Cellarium), einer eigenen Schreibstube und der KĂŒche. Bei archĂ€ologische Ausgrabungen konnten im Jahr 2000 Reste des 1670 abgerissenen Kreuzganges mit einer Breite von 4 m ermittelt werden.[1]

Die Klosterkirche

Neben Lehnin und Altzella ist die Klosterkirche St. Marien eine der frĂŒhesten gewölbten Zisterzienserbauten im heutigen Land Brandenburg. Die kreuzförmige Pfeilerbasilika wurde aus Backstein errichtet und umfasst ein fĂŒnfjochiges Langhaus mit ausgeschiedener Vierung und einen annĂ€hernd quadratischen Chor mit kaum eingezogener Apsis.[2] WĂ€hrend die Gliederung der halbkreisförmigen Hauptapsis mit ihren drei Rundbogenfenstern am Außenbau typische romanische Formen in der Gesims- und Frieszone und im Inneren eine Gestaltung mit HalbsĂ€ulen und WĂŒrfelkapitellen aufweist, sind die Fenster des Langhauses barock verĂ€ndert.[3] Von den barocken Einbauten sind die Orgelempore von 1670 und die in den 1670er Jahren im sĂŒdlichen Kreuzarm eingebrachte FĂŒrstenloge erhalten.

Die farbige Ausmalung, die Verglasung und das ChorgestĂŒhl in frĂŒhbarockem bzw. Renaissancestil entstanden dagegen erst im Rahmen der Kirchenrestaurierung 1905 nach EntwĂŒrfen von Carl Weber.[4] WĂ€hrend der Restaurierungsarbeiten wurden Reste des romanischen Schmuckfußbodens und die Fundamente der einstmals nördlich und sĂŒdlich angefĂŒgten Nebenchöre wiederentdeckt mit deren Abriss 1622 eine Besonderheit der Zisterziensischen Architektur verloren ging, vor allem, weil die Chöre vermutlich doppelstöckig waren.[5]

Mit dem Abschluss der Sanierungarbeiten 1909 erhielt St. Marien ihre heutige liturgische Ausstattung; neben Orgel, Kanzel und Taufe, vor allem den ursprĂŒnglich aus der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Senftenberg stammenden Hauptaltar (Mitte 18. Jahrhundert), den Passionsaltar mit der Darstellung der Geißelung in der Sakristei sowie die Schnitzfigur der Mondsichelmadonna (Ende 15. Jahrhundert). Im nördlichen Querschiff sind Epitaphe und GrabdenkmĂ€ler des 17. und 18. Jahrhunderts zu besichtigen.[6]

Quellen - Bitte hier klicken

Fußnoten:

  1. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 432; LEHMANN: Àltere Geschichte, S. 111f.
  2. Schrage gibt die Maße mit LĂ€nge ca. 64 m; Mittelschiff ca. 8,2 m breit und 18,6m hoch an; SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S.431.
  3. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 15.
  4. 1906-08 entstand auch kursĂ€chsische Doppelwappen des GrĂŒnders der Schlosskirche, Herzog Christian I. am Apsisbogen; vgl. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 15f.
  5. ebd. S. 14; SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 432. Der heute vor allem im Chor sichtbare Fußboden ist Resultat von Neuverlegung originaler romanischer und wohl nachgebrannter Schmucksteine; vgl. ebd., S. 433.
  6. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S.432f. Das große Doppeldenkmal des Erbauers des ersten Schlosses Heinrich von Gersdorff (+1557) und seiner Frau Mechelt (+1554) wird nicht in St. Marien sondern in der Gersdorfschen Gruft in der Kirchhainer Stadtkirche aufbewahrt; SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S.16.

Quellen:

  • LEHMANN, Rudolf: Die Ă€ltere Geschichte des Cisterzienserklosters Dobrilugk in der Lausitz. Kirchhain 1917.
  • SCHRAGE, Gertraud E.: Dobrilugk. Zisterzienser, In: HEIMANN, Heinz-Dieter/ NEITMANN, Klaus/ SCHICH, Winfried (Hrsg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Bd. 1 Berlin 2007, S. 425-442.
  • SCHULZ, Horst: Schlösser und GĂ€rten in der Mark. Doberlug-Kirchhain. Berlin 2000.

Lage und Umgebung

Niederlausitzer Heidelandschaft

Doberlug-Kirchhain ist eine Doppelstadt und liegt zentral im Landkreis Elbe-Elster im SĂŒden Brandenburgs. Nördlich der Stadt liegt der 484 kmÂČ umfassende Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die Kleine Elster durchquert die Stadt von Nordosten nach SĂŒdwesten. Die Umgebung der Stadt ist sehr grĂŒn, unter anderem wird sie durch den Doberluger Forst und Baggerseen (Hennersdorf) geprĂ€gt.

Die Stadt ist von Berlin (112 km), Dresden (78 km), Leipzig (99 km) und Cottbus (63 km) mit dem Zug erreichbar.

Weitere Informationen zur Lage und Umgebung finden Sie HIER. AusfĂŒhrliche Informationen folgen in KĂŒrze.

Quellen - Bitte hier klicken

  • BADSTÜBNER, Ernst: Brandenburg. Das Land um Berlin – Kunst und Geschichte zwischen Elbe und Oder. Köln 2000.
  • www.barnim.de
  • www.dhm.de/ausstellungen/burg-und-herrschaft/brandenburg/start.htm
  • www.eberswalde.de
  • www.oderberg.info
  • www.schiffshebewerkndf.de
  • www.schorfheide-chorin.de
  • www.uckermark.de

Touristisches Angebot

Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Das ehemalige Zisterzienserkloster Dobrilugk liegt mitten im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. ErgĂ€nzend zur 1. Brandenburgischen Landesausstellung im Jahr 2014 machen verschiedene Angebote diese Kultur- und Naturlandschaften rund um Doberlug-Kirchhain erlebbar. Zum Beispiel kann man “Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk” wandern und endtecken, wie die Mönche die Gegend ums Kloster urbar gemacht und bewirtschaftet haben.

1. Brandenburgische Landesausstellung

Die Erste Brandenburgische Landesausstellung wird im Jahr 2014 in der Doppelstadt Doberlug-Kirchhain auf dem ehemaligen KlostergelĂ€nde stattfinden, einem fĂŒr das Thema der großen Ausstellung authentischen Ort.

“Als weltweit erste kulturhistorische Ausstellung wird die Erste Brandenburgische Landesausstellung die spannungsreiche Beziehungsgeschichte der NachbarlĂ€nder Preußen und Sachsen erzĂ€hlen. Diese war von kulturellem und wirtschaftlichem Austausch bestimmt, doch auch von RivalitĂ€t bis hin zu offener Feindschaft. HochkarĂ€tige Kunstwerke, einmalige Geschichtszeugnisse und mediale Anwendungen lassen Szenen der wechselvollen preußisch-sĂ€chsischen »Beziehungskiste« lebendig werden. Im Mittelpunkt steht die Zeit von der Mitte des 17. bis zum 19. Jahrhundert. […] Schauplatz und zugleich HerzstĂŒck der Ausstellung ist Schloss Doberlug, das ehemals zum Besitz der KurfĂŒrsten von Sachsen zĂ€hlte. Mit der Landesausstellung wird das sorgfĂ€ltig sanierte Renaissanceschloss, die »sĂ€chsische Perle Brandenburgs«, erstmals wieder der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht.” (Quelle)

Geschichte

Das Kloster in vorreformatorischer Zeit

Es ist kein romantisiertes Bild des mittelalterlichen Klosterlebens, wenn von der Vogelweide das Mönchsdasein in Dobrilugk dem harten Winter und einem Lager von Stroh vorzieht. Die Zisterzienser, die 1165 aus Volkerode in ThĂŒringen nach Dobrilugk aufbrachen, um hier die Ă€lteste Zisterze im heutigen Land Brandenburg zu grĂŒnden, fanden ein sumpfiges und von zahlreichen BĂ€chen durchzogenes Gebiet vor, das sie in den folgenden Jahrzehnten in entbehrungsreicher Arbeit urbar zu machen begannen.[1] Mit ihnen kamen deutsche Siedler aus dem Westen, die gemeinsam mit sorbischen Bauern Dörfer im Umkreis des Klosters grĂŒndeten.

Nachdem die SlaweneinfĂ€lle der Jahre 1178-1180 eine kontinuierliche Bau- und SiedlungstĂ€tigkeit verzögert hatten,[2] entstanden seit 1184 neben den Arbeiten an der Klosterkirche und der Klausur ein Viehhof, die KlostermĂŒhle und weitere WirtschaftsgebĂ€ude, darunter Back- und Brauhaus, Stutenhof, Fischerstube und Schmiede, GĂ€rten und SchĂ€fereien. Vorkommen von Ziegelerde begĂŒnstigten die Errichtung von BacksteingebĂ€uden, sodass bereits 1209, im Jahr der Beisetzung der MarkgrĂ€fin Elisabeth von Meißen, Apsis und Teile des Kirchenschiffes fertiggestellt gewesen sein mĂŒssen.[3]

GroßzĂŒgige Stiftungen mehrten den Besitz des Klosters,[4] zu dem im 13. Jahrhundert 18 Dörfer, zahlreiche MĂŒhlen, ein Weinberg und die HĂ€lfte der Markgrafenheide sĂŒdöstlich des Klostergebiets gehörten. Die klösterliche Eigenwirtschaft sowie die Verlehnung von Klosterdörfern ermöglichten es den Mönchen, ab der zweiten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts umfangreiche Zins- und GeldgeschĂ€fte zu betreiben.[5] Nichtsdestotrotz blieb das Leben rau und das Kloster zahlreichen BedrĂ€ngungen ausgesetzt: 1318 beteiligte sich der Abt Ulrich von Dobrilugk an der Ermordung des Burggrafen Hermann von Golßen. Zwischen 1404 und 1410 wurde das Klostergebiet durch Gefolgsleute der Quitzows heimgesucht und verwĂŒstet. 1528 ĂŒberfiel Nickel von Minckwitz das Klostergebiet und richtete erheblichen Schaden an.[6] Er war der erste Vorbote der nahenden Reformation.

Das Kloster seit der Reformation bis Heute

Im August 1541 ließ der protestantische KurfĂŒrst Johann Friedrich von Sachsen das zum katholischen Böhmen gehörende Kloster besetzen und sorgte fĂŒr die Aufhebung des Konvents im darauffolgenden Jahr.[7]

1551 gelangten die Herren von Gersdorf in den Besitz des verpfĂ€ndeten Klosters. WĂ€hrend ihnen die KonventsgebĂ€ude als Viehstall und GefĂ€ngnis dienten,[8] begannen sie das sĂŒdöstlich von Klausur und Kirche gelegene Abthaus zu einem kleinen Wasserschloss im Renaissance-Stil umzubauen, welches aber erst 1676 unter der Herrschaft Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg fertiggestellt werden konnte.[9]

Unter seiner Regentschaft wurde 1673-1676 auch die im Schmalkaldischen Krieg 1546 geplĂŒnderte und im 30jĂ€hrigen Krieg erheblich zerstörte Klosterkirche zur Hof- und Schlosskirche umgebaut und 1676 neu geweiht. Nachdem KurfĂŒrst Johann Georg I. die Herrschaft Dobrilugk 1624 in ein Amt umwandelte dienten die KlostergebĂ€ude Verwaltungszwecken. Ein Brand im November 1852 zerstörte schließlich die Anlage, nur das Refektorium im SĂŒdflĂŒgel und die Kirche blieben vom Feuer verschont.[10] 1945 fungierte das Schloss als Unterkunft sowjetischer Truppen und FlĂŒchtlinge. 1956-1989 nutzte die Nationale Volksarmee das Schloss als Kaserne und das ehemalige Refektorium als Kulturhaus. Auf dem GelĂ€nde entstanden Garagen, WerkstĂ€tten, LagergebĂ€ude und Sozialeinrichtungen, die seit 1996 ebenso mĂŒhsam abgetragen werden mussten wie die Betonschicht ĂŒber Park- und RasenflĂ€chen.[11]

WĂ€hrend der Förderverein Schloß Doberlug e.V. sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung fĂŒr notwendige Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen stark machte, in deren Rahmen 1997-1999 der Schlosshof neu gepflastert und die RĂ€ume des Schlosses und des Refektoriums fĂŒr Ausstellungen und Veranstaltungen hergerichtet werden konnten,[12] hĂ€lt in der Klosterkirche St. Marien die Gemeinschaft der Evangelischen Zisterzienser-Erben in Deutschland das geistliche Erbe der Zisterzienser wach.[13] 1905-1909 tiefgreifend restauriert und seit Mitte der 1990er Jahre unter Begleitung von Restauratoren und ArchĂ€ologen nochmals grundsaniert, dient sie der evangelischen Kirchengemeinde des Ortsteils Doberlug als Gotteshaus.[14]

Quellen - Bitte hier klicken

Fußnoten:

  1. LEHMANN: Àltere Geschichte, S.21, S. 70 und S. 74f.; SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 4.
  2. LEHMANN: Àltere Geschichte, S. 17; SCHRAGE, Gertraud E.: Dobrilugk. Zisterzienser, In: HEIMANN, Heinz-Dieter/ NEITMANN, Klaus/ SCHICH, Winfried (Hrsg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Bd. 1 Berlin 2007, S. 425-442.
  3. Diese Annahme basiert auf der Tatsache, dass weltliche Personen nicht im Chor bestattet werden durften. Vgl. LEHMANN: Àltere Geschichte, S. 94 und S. 110; SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 429 und S. 431.
  4. Stiftungen dienten nicht nur dem materiellen, sondern auch dem leiblichen Wohl des Konvents. WĂ€hrend im Klosteralltag der Genuss von Fleisch, Fett, fremde GewĂŒrze – vor allem Pfeffer – verboten war, aber auch Fisch, Eier, Milch und KĂ€se nicht auf die Speisekarte gehörten, konnten Stiftungen den Mönchen sogenannte Pitanzien, also Extraspeisen, verschaffen. So bestimmte Otto IV. von Ileburg 1297 u.a., dass nach seinem Ableben sein Todestag jĂ€hrlich mit einem bonum servitium gefeiert werden solle, das aus Wein, Met oder Luckauer Bier, Dreikornbrot, frischer Butter, Eiern und Fischen bestand. Vgl. Urkunde Otto des IV. von Ileburg [23.07.1297]. In: LEHMANN, Rudolf (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk und seiner Besitzungen. Leipzig/ Dresden 1941, Nr. 91, S. 82f.; LEHMANN: Ă€ltere Geschichte, S. 104-106.
  5. AusfĂŒhrlich zum Klosterbesitz und der Wirtschaftsordnung vgl. LEHMANN: Ă€ltere Geschichte, S. 27-35 und S. 61-96) Ebd. auch ein Verzeichnis der Dobrilugker Mönche und Äbte von 1202-1368 (ebd. S. 97-102). Schrage fĂŒhrt Belege an, dass Dobrilugk selbst in Zeiten der Regression erfolgreiche GeschĂ€fte abschloss. Erst Geldforderungen König Ferdinands, der 1534 zur UnterstĂŒtzung seiner TĂŒrkenabwehr die damals ungeheure Summe von 4.300 Rheinischen Goldgulden vom Dobrilugker Konvent forderte, der dazu eine Reihe von Dörfern verpfĂ€nden und bei verschiedenen Personen Kredite aufnehmen musste, stĂŒrzten Dobrilugk in Finanzkrise; vgl. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 426 und S. 429; LEHMANN: Ă€ltere Geschichte, S. 39f.
  6. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 425f. Wegen der unsicherer politischen Lage floh Abt Heinrich Monch 1534 aus Dobrilugk und nahm neben zwei dutzend Pferden auch RĂŒstungen und wertvolle Kleinodien mit (u.a. eine silberne mit Perlen und Edelsteinen besetzte Monstranz, zwei große silberne Siegel der Abtei, eine große Petschaft, einen silbervergoldeten Bischofsstab, fĂŒnf Ringe, eine vergoldete Schale, zwei vergoldete Kelche mit Patenen und einige Heiligenstatuen (vgl. ebd., S. 433).
  7. Nach langwierigen Verhandlungen ging der sĂ€kularisierte und zur Herrschaft Dobrilugk erhobene Klosterbesitz, zu dem im Jahr 1542 29 Ortschaften gehörten, an Böhmen zurĂŒck; vgl. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 4.
  8. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 427. Die Kapelle in der sich ursprĂŒnglich die Grablege der Herren von Köckeritz befand wurde als Hundezwinger genutzt. Auch einige Wettiner wurden in Dobrilugk bestattet, von deren GrĂ€bern heute ebenso nichts mehr erhalten ist (ebd. S. 431 und S. 433) In den RĂ€umlichkeiten, die Mitte des 15. Jahrhunderts die Klosterbibliothek mit einer bedeutenden Sammlung von Schriften beherbergten, befanden sich bereits 1551 keine BĂŒcher mehr. Sie wurden in eine Getreidekammer umgewandelt (ebd. S. 435). Der Friedhof des Klosters, an der Nordseite der Kirche gelegen, wurde zeitgleich mit Bauarbeiten am Schloss zum Lustgarten mit Orangerie und GewĂ€chshaus umgestaltet (SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 13).
  9. Zur 125jĂ€hrigen Baugeschichte des Schlosses vgl. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 4-6. Eine ausfĂŒhrliche Baubeschreibung der kastellartigen vierflĂŒgeligen Schlossanlage ebd. S. 7-10.
  10. Durch die SelbstentzĂŒndung von TorfvorrĂ€ten brannten der Mönchs- und KonversenflĂŒgel ab. Nur das Refektorium und die Klosterkirche konnten gerettet werden; vgl. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 15. Nach dem Brand wurden die Reste des Ost- und WestflĂŒgels zur Steingewinnung abgetragen. Auch die Fundamente wurden weitgehend ausgerĂ€umt; vgl. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 427 und S. 432.
  11. Insgesamt wurden 5000 t Beton und Mauerwerk abgebrochen und recycelt; vgl. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 20.
  12. SCHULZ: Doberlug-Kirchhain, S. 21. Im Sommer 2014 findet in Schloss Doberlug unter dem Titel „Wo Preußen Sachsen kĂŒsst. Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ die erste Brandenburgische Landesaustellung statt: http://www.brandenburgische-landesausstellung.de/Ausstellung.html .
  13. RegelmĂ€ĂŸige Jahrestreffen, so 2000 in Doberlug, fördern die Zusammenarbeit von evangelischen Kirchengemeinden, Klöstern, Konventen und KommunitĂ€ten an Zisterzienserkirchen in ganz Deutschland. Im Jahr 2015 findet das 23. Jahrestreffen in Doberlug statt; vgl. http://www.evangelische-zisterzienser-erben.de .
  14. SCHRAGE: Zisterzienser. In: HEIMANN/ NEITMANN/ SCHICH (Hrsg.): Klosterbuch, Bd. 1, S. 432.

Quellen:

  • LEHMANN, Rudolf: Die Ă€ltere Geschichte des Cisterzienserklosters Dobrilugk in der Lausitz. Kirchhain 1917.
  • LEHMANN, Rudolf (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk und seiner Besitzungen. Leipzig/ Dresden 1941.
  • SCHRAGE, Gertraud E.: Dobrilugk. Zisterzienser, Bau- und Kunstgeschichte. In: HEIMANN, Heinz-Dieter/ NEITMANN, Klaus/ SCHICH, Winfried u.a.(Hrsg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Bd. 1. Berlin 2007, S. 425-442.
  • SCHULZ, Horst: Schlösser und GĂ€rten in der Mark. Doberlug-Kirchhain. Berlin 2000.
  • http://www.evangelische-zisterzienser-erben.de.
  • http://www.brandenburgische-landesausstellung.de/Ausstellung.html .

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