Kloster

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Zisterzienserabtei Michaelstein

1. Allgemein

Ortsname
Michaelstein
Institution des Mitglieds
Stiftung
Arten Mitarbeitende in Tourismus und Kultur
ehrenamtlich
fest
HaupteigentĂŒmer*In auf dem KlostergelĂ€nde
Stiftung
Weitere EigentĂŒmer*Innen auf dem KlostergelĂ€nde
Stadt
privat

2. Geschichte

GrĂŒndungsjahr
1139
GrĂŒndungsorden
Zisterzienser
Auflösung
Reformation 16. Jh.
Jahr der Auflösung
1534
Fand eine Wiederbesiedlung statt?
Ja, mehrfach
Wiederbesiedlung Typ
zwischenzeitlich wiederbesiedelt
Wiederbesiedelung Beschreibung
1629-1630, 1636-1640 (beide Male Zisterzienser)
Zentrale Begebenheiten
1161-1167 Klosterverlegung zum heutigen Standort; 1280-1300 Aufbau der grĂ¶ĂŸten Grangie Winningen (b. Aschersleben); 13. und 14. Jahrhundert: Stadthöfe in Halberstadt, Quedlingburg, Blankenburg, Aschersleben und GĂŒstrow; ab 1429 Studium von Michaelsteinern an Univ. Leipzig; 1433 Verkauf meckl. Fernbesitzes an Doberan; 1525 Überfall des Klosters im Bauernkrieg: Flucht der Mönche, Klosterkirche unbrauchbar (1720 Einweihung barocker Klosterkirche); 1544-1721 Jungenschule; 1695-1721 barocke Umgestaltung; 1717-1807 Predigerseminar; 1815-1945 DomĂ€nenbetrieb; 1945 Bodenreform; 1956 erste Erhaltungsmaßnahmen; seit 1988 Musikintrumentenausstellung; 1997 Stiftung Kloster Michaelstein - Musikinstitut fĂŒr AuffĂŒhrungspraxis (GrĂŒndung VorgĂ€nger 1977); 1990 Anlage KrĂ€utergarten; 1998 Anlage GemĂŒsegarten; 2001 Errichtung Landesmusikakademie

3. Baulichkeiten

Geschlossenes Bild der Klosteranlage
ja
Klosterkirche vorhanden
ja
Weitere GebÀude aus Klosterzeit
Klausur, Torhaus mit Überresten Torhauskapelle, WirtschaftsgebĂ€ude (Wirtschaftsscheune, Meierei, StĂ€lle, Schmiede, Remise, PapiermĂŒhle, Brauhaus)
Vorherrschender Architekturstil
Romanik
Gotik
Vorherrschendes Baumaterial
Sandstein
PrÀgende bauliche ErgÀnzungenaus nachklösterlicher Zeit
keine Angaben

4. Denkmalpflege

KlostergelÀnde ist FlÀchendenkmal
Ja
Denkmalpflege Status
FlÀchendenkmal
GebÀuderekonstruktion seit Mitte 20. Jahrhundert
Ja
GebÀuderekonstruktion
Pferde-, Kuh- und Schweinestall (Nutzung: Hotelbetten); Schmiede (Nutzung: Seminar- und TagungsrÀume); Remise (Nutzung: AufenthaltsrÀume); Torhaus (Nutzung: Hotelbetten, SeminarrÀume, Verwaltung); Klausur (Nutzung: Museum, Verwaltung, Hotelrezeption, Kirche, Konzerte, Veranstaltungen); Meierei (Nutzung: Hotelbetten); Wirtschaftsscheune (Nutzung: Konzerte, Theater, Veranstaltungen)
NutzungsÀnderungen seit etwa 1990
Ja
NutzungsÀnderungen
Ausbau der Wirtschaftsscheune zu modernem Konzertsaal

5. Nutzung

Nutzung der Klosterkirche
Gottesdienste
Konzerte
Ausstellungen
anderweitige Nutzungen
Arten Nutzer*innen auf dem KlostergelÀnde
Kirche
private Firmen
Beherbung
Gastro
öffentliche Einrichtungen

6. Kultur

Kulturelles Zentrum
Ja: Klosteranlage, die sich ihrem SelbstverstÀndnis nach als kulturelles Zentrum der Region begreift
Ja: Klosteranlage, die sich ihrem SelbstverstÀndnis nach als kulturelles Zentrum der Region begreift
Ausstellungen werden angeboten
Ja
Ausstellungen
Dauerausstellung

7. SpiritualitÀt

Eine geistliche Gemeinschaft ist im Kloster ansÀssig
keine Angaben
Lebens- und Wohnorte der Gemeinschaftsmitglieder
keine Angaben
Kirchengemeinde an Klosterkirche ansÀssig
Ja
Konfession Kirchengemeinde
evangelisch-lutherisch
Gibt es weitere Gottesdienstorte?
keine Angaben
Weitere Gottesdienstorte sind
keine Angaben
Gibt es weitere Formen spirituellen Engagements?
Ja
Formen des weiteren spirituellen Engagements
Stundengebet (Vesper) an Donnerstagen wÀhrend Fastenzeit
Liegt das Kloster an Pilgerwegen?
Ja
Angebundene Pilgerwege
Harzer Klosterwanderweg
Kloster ist Wallfahrtsort
keine Angaben
Beschreibung des Wallfahrtsortes
keine Angaben

8. Wissenschaft

Kloster mit wissenschaftlicher Arbeit in den Bereichen Religion, Klosterkultur, Denkmalpflege, Ordensforschung oder Geschichte
ja
Formen wissenschaftliche Anbindung
Zisterziensergeschichte, Klostergeschichte Michaelstein
Gibt es andere wissenschaftliche AktivitÀten?
ja
Andere Wissenschaftliche Arbeit
Musikinstrumentenbau, AuffĂŒhrungspraxis

9. Tourismus

Ist Klosteranlage offen fĂŒr touristische Nutzung
ja
Gibt es ein gastronomisches Angebot
Ja, ganzjÀhrig
Werden Klosterprodukte vermarktet?
Ja

10. Klosterkultur

Sind Arbeitsbereiche mit einem Bezug zur Klosterkultur dauerhaft ansÀssig?
Ja
Formen der Klosterkultur
Bildung ermöglichen (Schule, KiTa, Bibliothek, pÀdagogische Programme etc.)
GĂ€rten gestalten
Kreativ tÀtig sein
Formen der Klosterkultur Beschreibung
keine Angaben

11. Vernetzung

Kloster arbeitet in Netzwerken mit
Ja
Art von Netzwerken
Tourismus
Kultur
Kirche oder religiöse Netzwerke
Bildungspolitik
Wissenschaft
Denkmalpflege
Landschaftspflege
Wirtschaft

12. Kernkompetenzen

Kloster verfĂŒgt Kernkompetenzen in
Kultur
Archiv & Geschichte
Beschreibung Kernkompetenzen und weitere Ansprechpartner
historische Musikforschung: Dr. Ute Omonsky, Abteilungsleiterin Musikakademie Sachsen-Anhalt, ute.omonsky@kulturstiftung-st.de, +49 3944 903083 Musikinstrumentenbau: Monika Lustig, Leiterin Sammlung und Instrumente, monika.lustig@kulturstiftung-st.de, +49 3944 903012 historische KlostergÀrten: Sabine Volk, Leiterin KlostergÀrten, sabine.volk@kulturstiftung-st.de, +49 3944 903010
Bild eines Klosters - Zisterzienserabtei Michaelstein

Zisterzienserabtei Michaelstein

Michaelstein 15

38889 Blankenburg (Harz)

GrĂŒndungsjahr

1139

Ordenszugehörigkeit

Ziesterzienser

1146 grĂŒndeten Zisterzienser das Kloster Michaelstein vor den Toren Blankenburgs (Harz). Aus einem anfĂ€nglich beschwerlichen Leben entwickelte sich eine wirtschaftlich erfolgreiche Abtei. 1543 lösten die Grafen von Blankenburg das Kloster auf und richteten eine Klosterschule ein. Herzog Ludwig Rudolf richtete 1717 ein Predigerseminar ein. Vom 19. bis weit ins 20. Jh. hatte Michaelstein nur noch wirtschaftlichen Nutzen. Seit 50 Jahren entwickelt sich Michaelstein zu einem Ort kultureller Vielfalt um Natur, Klostergeschichte und Musik. Ob in Konzerten, bei einem Museumsbesuch oder einer der zahlreichen Veranstaltungen finden sich stets neue und bunte Facetten am Kloster.

VideoportrÀt Michaelstein

Klosteranlage

Zwar ist die romanische Klosterkirche nicht mehr vorhanden, doch ist das KlausurgebĂ€ude mit seinem spĂ€tromanisch-frĂŒhgotischen Kreuzgang und RĂ€umen erhalten. Kapitelle, Konsolen und Schlusssteine zeigen ausschließlich und insbesondere marianische Pflanzen. Der Wirtschaftshof mit Scheune, Schmiede, Meyerei, Remise und StĂ€llen, zwar ĂŒber die Jahrhunderte umgestaltet, veranschaulicht noch die Bedeutung der Wirtschaft. Mit dem barockisierten Torhaus, der Klostermauer komplettieren der KrĂ€uter- und GemĂŒsegarten und die Fischteiche die Klosteranlage.

Lage und Umgebung

Das Kloster Michaelstein liegt noch heute abseits des weltlichen Treibens in einem Harztal. Mit seinen Fischteichen, WĂ€ldern und dem plĂ€tschernden Bach ist das Kloster ein beliebtes Wanderziel im Nordharz. Die Museumsveranstaltungen und Konzerte bieten viel Abwechslung fĂŒr Kulturliebende. Michaelstein liegt am Harzer Klosterwanderweg, der sich von Goslar bis Quedlinburg zieht und lĂ€dt ebenso die Radfahrer auf dem R1 zum Verweilen ein.

Highlights

Zwei KlostergĂ€rten mit zahlreichen PflanzenschĂ€tzen sind ein weiterer Anziehungspunkt. Beide wurden nach Vorbild mittelalterlicher PlĂ€ne und Aufzeichnungen gestaltet. Im KrĂ€utergarten gedeihen etwa 260 Pflanzensorten im Schutz der sonnigen SĂŒdseite, sie sind besonders als Heilmittel von Bedeutung. Der GemĂŒsegarten zeigt die frĂŒhere pflanzliche Nahrungsvielfalt. Angebaut sind „feines“ wie gewöhnliches GemĂŒse, Getreide und Obst der Mönchstafel, ebenso historische Apfelsorten.
Seit 2019 zeigt Michaelstein in einer NeuprĂ€sentation die Musikmaschine des Salomon de Caus – ein Unikat durch WasserrĂ€der betrieben, Stiftwalzen gesteuerte Musik und eine bewegliche Nymphenfigur.

Kontakt

Kloster Michaelstein
Michaelstein 15
38889 Blankenburg (Harz)

Telefon +49 3944 9030-18
E-Mail simon.sosnitza@kulturstiftung-st.de
Internet www.kloster-michaelstein.de

Lage