1. Allgemein

Ortsname
Schulpforta
Institution des Mitglieds
Stiftung
Arten Mitarbeitende in Tourismus und Kultur
ehrenamtlich
fest
Haupteigentümer*In auf dem Klostergelände
Land
Weitere Eigentümer*Innen auf dem Klostergelände
Stiftung

2. Geschichte

Gründungsjahr
1137
Gründungsorden
Zisterzienser
Auflösung
Reformation 16. Jh.
Jahr der Auflösung
1540
Fand eine Wiederbesiedlung statt?
Ja
Wiederbesiedlung Typ
wiederbesiedelt bis heute
Wiederbesiedelung Beschreibung
1543 - Einrichtung einer Bildungseinrichtung für Jungen durch Herzog Moritz von Sachsen
Zentrale Begebenheiten
Im Jahr 1132 gewann Bischof Udo I. von Naumburg eine Gruppe von Zisterziensermönchen aus dem Kloster Walkenried dafür, sich in seiner Diözese anzusiedeln. Der erste Konvent im thüringischen Schmölln konnte jedoch nicht Fuß fassen und so holte man die Mönche im Jahr 1137 an einen günstigeren Siedlungsort. Die Grundsteinlegung erfolgte laut einer Walkenrieder Handschrift im Oktober 1137, im Januar 1138 bestätigte Papst Innozenz die Gründung des Klosters in einer Bulle. Das Kloster St. Marien zur Pforte gewann schnell an wirtschaftlicher Kraft - war vor allem aber ein geistliches Zentrum im Saaletal. Mitte des 13. Jahrhunderts unterstanden ihm bereits mehr als 20 Dörfer, es wurden Grangien errichtet, das Land für die Nutzung erschlossen. Die ersten Tochterklöster (Altzella und Leubus) entstanden bereits wenige Jahrzehnte nach der Gründung des Klosters Pforte. Ab 1251 wird die bestehende Kirche vergrößert, der gotische Bau wird 1268 geweiht. Im ausgehenden 15. sowie im 16. Jahrhundert erfährt das Kloster weniger Zulauf - hingegen gewinnt der kurfürstlich-sächsische Hof immer mehr Einfluss auf die Belange des Klosters. Nach Jahrzehnten des wirtschaflichen und moralischen Niederganges und im Zuge der Reformation wird das Kloster im Jahr 1540 aufgelöst.

3. Baulichkeiten

Geschlossenes Bild der Klosteranlage
ja
Klosterkirche vorhanden
ja
Weitere Gebäude aus Klosterzeit
Klausurgebäude und Kreuzgang mit zweischiffigem Lesegang / Abtskapelle / Infirmarium / Klostermühle / Gotisches Haus (Wirtschaftsgebäude)
Vorherrschender Architekturstil
Gotik
Neoromanik bzw. -gotik
Vorherrschendes Baumaterial
Kalkstein / Muschelkalk
Prägende bauliche Ergänzungenaus nachklösterlicher Zeit
Aufstockung der Klausur mit mehreren Etagen für Lehr- und Schlafräume der Schüler / Erweiterung des Kreuzganges nach Westen und Anbau von Schulgebäuden (19. Jhd.) / Neubau von Wirtschafts- und Verwaltungsgebäuden

4. Denkmalpflege

Klostergelände ist Flächendenkmal
keine Angaben
Denkmalpflege Status
Einzeldenkmäler
Gebäuderekonstruktion seit Mitte 20. Jahrhundert
keine Angaben
Gebäuderekonstruktion
keine Angaben
Nutzungsänderungen seit etwa 1990
keine Angaben
Nutzungsänderungen
keine Angaben

5. Nutzung

Nutzung der Klosterkirche
Gottesdienste
Konzerte
Arten Nutzer*innen auf dem Klostergelände
keine Angaben

6. Kultur

Kulturelles Zentrum
Teilweise: Klosteranlage, die sich ansatzweise als kulturelles Zentrum der Region begreift
Teilweise: Klosteranlage, die sich ansatzweise als kulturelles Zentrum der Region begreift
Ausstellungen werden angeboten
Ja
Ausstellungen
Dauerausstellung und Wechselausstellungen

7. Spiritualität

Eine geistliche Gemeinschaft ist im Kloster ansässig
nein
Lebens- und Wohnorte der Gemeinschaftsmitglieder
keine Angaben
Kirchengemeinde an Klosterkirche ansässig
keine Angaben
Konfession Kirchengemeinde
keine Angaben
Gibt es weitere Gottesdienstorte?
keine Angaben
Weitere Gottesdienstorte sind
keine Angaben
Gibt es weitere Formen spirituellen Engagements?
keine Angaben
Formen des weiteren spirituellen Engagements
keine Angaben
Liegt das Kloster an Pilgerwegen?
keine Angaben
Angebundene Pilgerwege
keine Angaben
Kloster ist Wallfahrtsort
keine Angaben
Beschreibung des Wallfahrtsortes
keine Angaben

8. Wissenschaft

Kloster mit wissenschaftlicher Arbeit in den Bereichen Religion, Klosterkultur, Denkmalpflege, Ordensforschung oder Geschichte
nein
Formen wissenschaftliche Anbindung
keine Angaben
Gibt es andere wissenschaftliche Aktivitäten?
keine Angaben
Andere Wissenschaftliche Arbeit
keine Angaben

9. Tourismus

Ist Klosteranlage offen für touristische Nutzung
teilweise
Gibt es ein gastronomisches Angebot
Ja, saisonal
Werden Klosterprodukte vermarktet?
In Planung

10. Klosterkultur

Sind Arbeitsbereiche mit einem Bezug zur Klosterkultur dauerhaft ansässig?
Ja
Formen der Klosterkultur
Bildung ermöglichen (Schule, KiTa, Bibliothek, pädagogische Programme etc.)
Gärten gestalten
Kreativ tätig sein
Formen der Klosterkultur Beschreibung
keine Angaben

11. Vernetzung

Kloster arbeitet in Netzwerken mit
Ja
Art von Netzwerken
Tourismus
Kultur
Klosternetzwerke
Denkmalpflege

12. Kernkompetenzen

Kloster verfügt Kernkompetenzen in
Kultur
Kunst
Tourismus
Klostermusik
Netzwerk
Bildung
Beschreibung Kernkompetenzen und weitere Ansprechpartner
keine Angaben
Bild eines Klosters - Kloster Pforte

Kloster Pforte

Schulstraße 22

06628 Naumburg OT Schulpforte

Gründungsjahr

1137

Ordenszugehörigkeit

Zisterzienser

1137 durch Mönche aus Walkenried an der Saale westlich von Naumburg gegründet, entspricht der Standort den bevorzugten natürlichen Voraussetzungen abseits größerer Siedlungen. Pforte spielte von Anfang an eine wesentliche Rolle in der hochmittelalterlichen politischen Landschaft der Region. Wegweisend ist die sehr frühe Filiation nach Schlesien und bis nach Lettland und Estland. Die Klosteranlage umfasst eine Vielzahl sakraler Bauten, Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie mit der „Kleinen Saale“ ein Meisterwerk des Wasserbaus. Die beeindruckende Anlage hat ihren Charakter trotz späterer Ergänzungen und Funktionsänderungen weitgehend bewahrt. Pforte zählte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Klöstern Europas, bevor es 1540 aufgehoben und 1543 durch den Kurfürsten von Sachsen in eine Schule umgewandelt wurde, die heutige Landesschule Pforta.

Klosteranlage

Die Klosteranlage umfasst eine Vielzahl sakraler Bauten, Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie mit der „Kleinen Saale“ ein Meisterwerk des Wasserbaus.

Die beeindruckende Anlage hat ihren Charakter trotz späterer Ergänzungen und Funktionsänderungen weitgehend bewahrt. Pforte zählte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Klöstern Europas, bevor es 1540 aufgehoben und 1543 durch den Kurfürsten von Sachsen in eine Schule umgewandelt wurde, die heutige Landesschule Pforta.

Lage und Umgebung

Zwischen Naumburg und Bad Kösen am Fuße eines bewaldeten Hanges, umgeben von Weinbergen, Obstwiesen und Feldern, liegt das Kloster Pforte noch heute in einer beschaulichen Umgebung, die zum Innehalten, Radfahren, Pilgern und Wasserwandern einlädt.

Eingebettet in die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut, ist die Geschichte der Klosterlandschaft an jeder Ecke erlebbar.

Highlights

Die Klosterkirche St. Maria beherbergt ein hölzernes, beidseitig bemaltes Triumphkreuz, das einst zur Ausstattung der gotischen Abtei gehörte. Ebenfalls aufwendig restauriert wurde die im Chor in traditioneller Grisaille-Technik – das einzig erhaltene Originalfenster aus dem 13. Jahrhundert. Die Westfassade der Kirche ist ein selten repräsentatives Eingangsportal, welches figürlich unter anderem die Kreuzigungsszene darstellt.

Die Klosteranlage

Im Zentrum der Klosteranlage steht die 1268 vollendete gotische Klosterkirche, welche eine bereits zwischen 1137 und 1150 erbaute romanische Abteikirche erweiterte und mehrere dekorative und architektonische Besonderheiten aufweist.

Aus der Anfangszeit des Klosters sind ebenfalls noch Kreuzgang und Klausur sowie die frühgotische Abtskapelle, das ehemalige Hospiz sowie die Klostermauer erhalten. Das Mühlengebäude ist im Kern romanisch, und wurde vor allem im 16. Jahrhundert stark verändert. Mit dem erhaltenen Mühlenwerk einer Panstermühle aus dem 18. Jahrhundert enthält das Gebäude ein bedeutendes technisches Denkmal.

Die „Kleine Saale“, ein ca. 7 km langer künstlicher Kanal und ein Meisterwerk zisterziensischer Wasserbaukunst, fließt durch das Gelände.

Quellen - Bitte hier klicken

Quellen:

  • KUNDE, Holger, Das Zisterzienserkloster Pforte. Die Urkundenfälschungen und die frühe Geschichte bis 1236, Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 4, Köln 2003.
  • HUBEL, Achim; CRAMER, Johannes (Hgg.), Forschungen zum Kloster Schulpforta. Ergebnisse eines Arbeitsprojektes im Rahmen des Graduiertenkollegs Kunstwissenschaft, Bauforschung, Denkmalpflege, Dößel 2003.
  • KÖHLER, Mathias; SCHMITT, Reinhard, Das Zisterzienserkloster Pforta, Berlin – München 2011.
  • FLÖTER, Jonas, Schulpforte im Kontext, Leipzig 2018.
  • https://www.stiftung-schulpforta.de/

Geschichte

1137 durch Mönche aus Walkenried an der Saale westlich von Naumburg gegründet, entspricht der Standort den bevorzugten natürlichen Voraussetzungen abseits größerer Siedlungen. Pforte spielte von Anfang an eine wesentliche Rolle in der hochmittelalterlichen politischen Landschaft der Region. Wegweisend ist die sehr frühe Filiation nach Schlesien und bis nach Lettland und Estland.

Die Klosteranlage umfasst eine Vielzahl sakraler Bauten, Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie mit der „Kleinen Saale“ ein Meisterwerk des Wasserbaus.

Die beeindruckende Anlage hat ihren Charakter trotz späterer Ergänzungen und Funktionsänderungen weitgehend bewahrt. Pforte zählte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Klöstern Europas, bevor es 1540 aufgehoben und 1543 durch den Kurfürsten von Sachsen in eine Schule umgewandelt wurde, die heutige Landesschule Pforta.

Quellen - Bitte hier klicken

Quellen:

  • KUNDE, Holger, Das Zisterzienserkloster Pforte. Die Urkundenfälschungen und die frühe Geschichte bis 1236, Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 4, Köln 2003.
  • HUBEL, Achim; CRAMER, Johannes (Hgg.), Forschungen zum Kloster Schulpforta. Ergebnisse eines Arbeitsprojektes im Rahmen des Graduiertenkollegs Kunstwissenschaft, Bauforschung, Denkmalpflege, Dößel 2003.
  • KÖHLER, Mathias; SCHMITT, Reinhard, Das Zisterzienserkloster Pforta, Berlin – München 2011.
  • FLÖTER, Jonas, Schulpforte im Kontext, Leipzig 2018.
  • https://www.stiftung-schulpforta.de/

Kontakt

Arndt Gerber
– Prokurator –
Stiftung Schulpforta
Schulstraße 22
06628 Naumburg OT Schulpforte

E-Mail arndt.gerber@stiftung-schulpforta
Telefon +49 (0)034463 61761
Internet https://www.stiftung-schulpforta.de/

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