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KLOSTERLAND-Salon online „Wie bewahrt man musikalisches Wissen für das 21. Jahrhundert? – Die Musikbibliothek von Kloster Einsiedeln”

Ein Gespräch mit Pater Lukas Hegl (OSB) und Stefano Bertoni (Musikbibliothek Kloster Einsiedeln, Schweiz).

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Di., 18.08.2026 - Di., 18.08.2026

18:30-20:00 Uhr

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ONLINE - Anmeldung:


klostersalon-online@klosterland.de

KLOSTERLAND-Salon online: „Wie bewahrt man musikalisches Wissen für das 21. Jahrhundert? – Die Musikbibliothek von Kloster Einsiedeln

Ein Gespräch mit Pater Lukas Hegl (OSB) und Stefano Bertoni (Musikbibliothek Kloster Einsiedeln, Schweiz).

Donnerstag, 18. August 2026, 18:30 Uhr

ANMELDUNG zum Online-Salon bitte an: klostersalon-online@klosterland.de

Sie erhalten direkt nach der Anmeldung die Zugangsdaten per E-Mail.

Im Kloster Einsiedeln befindet sich die größte private Musikbibliothek der Schweiz – rund 5.000 gedruckte und handschriftliche Musikalien, Theoretica und Zeitschriften aus der Zeit nach 1500. Angelegt wurde die Sammlung 1835 von Pater Gall Morel, der damals 3.370 Titel zusammentrug. Zu den größten Schätzen zählen Musikalien und Autografe großer Komponisten wie Mozart, Mendelssohn, Liszt, Verdi und Wagner. Außerdem bewahrt die Bibliothek 62 Werke des Komponisten Johann Christian Bach in Abschriften aus dem 18. Jahrhunderts. Da die Originale im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, sind die Einsiedler Abschriften heute die ältesten erhaltenen Quellen. Die Sammlung dokumentiert zudem auch die weltliche musikalische Tradition der Stiftsschule, an der die Patres mit den Schülern über Jahrzehnte hinweg Opern von Rossini, Weber und Mozart einstudierten.

Doch ein Jahrhunderte altes Erbe zu bewahren, heißt es in die Gegenwart zu übersetzen. Wie dies gelingen kann, darüber spreche ich mit dem ehemaligen Leiter der Musikbibliothek Pater Lukas Helg und Stefano Bertoni, der dieses Amt als erster Musikbibliothekar weiterführt, der nicht zugleich Klostermitglied ist. Im Klostersalon geht es um die Frage, vor welchen Aufgaben und Herausforderungen die Klosterbibliothek steht zwischen Tradition und digitaler Gegenwart – und was musikalisches Wissen heute braucht, um lebendig zu bleiben.

 Unsere Gäste

P. Lukas OSBPater Lukas Helg

Pater Lukas trat nach der Matura an der Stiftsschule 1965 in das Kloster Einsiedeln ein. 1969 legte er die Feierliche Profess als Benediktinermönch in Einsiedeln ab, ein Jahr später erfolgte die Priesterweihe. Auf Grund seiner hohen musikalischen Begabung studierte er nach der Theologie am Mozarteum in Salzburg Musik. Später arbeitete er an der Stiftsschule als Lehrer und im Kloster als Organist, Kantor und 42-Jahre lang als Stifts Kapellmeister. Außerdem betreute er von 1976-2021 die umfangreiche musikalische Sammlung des Klosters, die er der Forschung zugänglich machte.

Stefano Bertoni

ist Kirchenmusiker, Organist und Dirigent. Seine Ausbildung führte ihn von Italien über Deutschland in die SB Giacca 2Schweiz und nach Rom. Nach dem Masterstudium in Orgel und dem Kantoratsdiplom an der Hochschule für Musik Trossingen absolvierte er einen Master in Orchesterleitung in Lugano sowie ein Postgraduiertenstudium für Improvisation am Päpstlichen Institut für Kirchenmusik in Rom.

Sein besonderes Interesse gilt historischen Musikquellen und der Aufführungspraxis. Seit 2021 leitet er als erster Nicht-Mönch die Musikbibliothek des Klosters Einsiedeln. Dort widmet er sich der wissenschaftlichen Erschließung und der lebendigen Vermittlung einer der bedeutendsten historischen Musiksammlungen der Schweiz. Zugleich wirkt er als Organist des Klosters, unterrichtet Klavier und Orgel an der Musik- und Stiftsschule Einsiedeln und konzertiert regelmäßig, unter anderem im Rahmen des Einsiedler Orgelsommers.

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