Veranstaltung

KLOSTERLAND-Salon online: “Wenn Steine sprechen – Museumskonzepte für lebendige Klostergeschichte”

Ein Gespräch mit Dr. Ilsabe Alpermann, Äbtissin des Kloster Stifts zum Heiligengrabe, und Dr. Franziska Siedler, Leiterin Kloster Chorin

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Di., 24.02.2026 - Di., 24.02.2026

19:00-20:30 Uhr

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ONLINE - Anmeldung:


klostersalon-online@klosterland.de

Westgiebel Kirche“Wenn Steine sprechen – Museumskonzepte für lebendige Klostergeschichte”

Ein Gespräch mit Dr. Ilsabe Alpermann, Äbtissin des Kloster Stifts zum Heiligengrabe, und Dr. Franziska Siedler, Leiterin Kloster Chorin

Dienstag, 24. Februar 2026, 19:00 Uhr

ANMELDUNG zum Online-Salon bitte an: klostersalon-online@klosterland.de

Sie erhalten direkt nach der Anmeldung die Zugangsdaten per e-Mail.

Wie kann heute die jahrhundertealte Geschichte eines Klosters für verschiedene Zielgruppen innovativ vermittelt werden – wo das Wissen über christliche Zusammenhänge mehr und mehr schwindet? Welche Objekte sprechen zu den Besucherinnen und Besuchern, welche Narrative machen monastisches Leben begreifbar? In unserem Salon am 24. Februar sprechen wir über Museumskonzepte als Vermittlungsinstrumente klösterlicher Geschichte und Kultur, insbesondere auch für Jüngere. Mit dem evangelischen Kloster Stift zum Heiligengrabe und dem ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin lernen wir zwei sehr unterschiedliche Orte kennen – und doch verbindet sie die Herausforderung, über Jahrhunderte hinweg Geschichten zu erzählen und eine lebendige Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen.

Das Museum im Kloster Stift Heiligengrabe wurde 1909 als Heimatmuseum für die Prignitz durch die damalige Äbtissin Adolphine v. Rohr gegründet und zählt zu den ältesten in Brandenburg. Nach Kriegsverlusten wurde es 1945 aufgelöst, die Sammlung verteilt. 1997 begann durch einen Verein der Neustart, der 2001 mit der vielbeachteten Ausstellung „Preußens FrauenZimmer” im rekonstruierten Stiftshauptmannshaus seinen Durchbruch fand. In Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (2004-2013) wurden interkonfessionelle Ausstellungen entwickelt. Inzwischen fokussiert sich die Museumsarbeit auf den Ostflügel der Abtei, wo seit Mai 2017 eine neue Dauerausstellung zur 700-jährigen Klostergeschichte zu sehen ist.

Die ehemalige Zisterzienserabtei Chorin aus dem 13. Jahrhundert ist heute Museum, Konzertort und Bildungsstätte zugleich. Ab 2017 entstand hier eine Dauerausstellung, die das Backsteinbauwerk selbst als wichtigstes Exponat begreift: Im Cellarium wird der mittelalterliche Klosterbau und die Wirtschaft der Zisterzienser dargestellt, im Brauhaus die Wiederentdeckung durch den Architekten und ersten preußischen Denkmalpfleger Karl Friedrich Schinkel im 19. Jahrhundert, der maßgeblich zur Rettung der Anlage beitrug. Ergänzt durch digitale Rekonstruktionen und Apps zu den „sprechenden Steinen” der Backsteingotik sowie museumspädagogische Programme für junge Zielgruppen wird die 750-jährige Klostergeschichte erlebbar.

Unsere Gäste

IMG 9058 KleinDr. Ilsabe Alpermann, Äbtissin des Kloster Stifts zum Heiligengrabe, leitet seit 2022 eines der ältesten evangelischen Damenstifte im deutschsprachigen Raum. Das im 13. Jahrhundert gegründete Stift verbindet bis heute gelebte Gemeinschaft mit einem reichen kulturhistorischen Erbe. Als Äbtissin verantwortet sie nicht nur die geistliche Leitung der Stiftsgemeinschaft, sondern auch die Bewahrung und Vermittlung einer über 750-jährigen Geschichte an einem Ort, der zugleich spiritueller Rückzugsort und Kulturdenkmal ist. Die Kunsthistorikerin war zuvor 15 Jahre lang als Studienleiterin für Gottesdienst und Prädikantenausbildung im Amt für kirchliche Dienste der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz tätig.

Dr. Franziska Siedler ist seit 2010 Leiterin des Eigenbetriebs Kloster Chorin und betreut damit einen der bedeutendsten Sakralbauten der norddeutschen Backsteingotik. Die Kunsthistorikerin entwickelt Konzepte, die Kloster Chorin für ein breites Publikum erschließt und die mittelalterliche Klosterarchitektur mit zeitgenössischer Nutzung verbindet. Hierfür hat sie verschiedene museumspädagogische Konzepte insbesondere für Jüngere entwickelt.

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