Veranstaltung
Ein Gespräch mit Kathrin Volkmann, Rektorin der Landesschule Pforta, und mit Matthias Haase, Vorsitzender des Pförtner Bundes e.V.
Di., 14.04.2026 - Di., 14.04.2026
19:00-20:30 Uhr
ONLINE - Anmeldung:
klostersalon-online@klosterland.de
“Ein Kloster, das Schule machte. Klösterliche Bildung und Transformation an der Landesschule Pforta”
Ein Gespräch mit Kathrin Volkmann, Rektorin der Landesschule Pforta, und mit Matthias Haase, Vorsitzender des Pförtner Bundes e.V.
Dienstag, 14. April 2026, 19:00 Uhr
ANMELDUNG zum Online-Salon bitte an: klostersalon-online@klosterland.de

Landeschule Pforta
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Manche Orte prägen ihre Schülerinnen und Schüler für ein Leben lang – nicht nur durch das, was gelehrt wird, sondern durch die Mauern, in denen es geschieht. So ein Ort ist die Landesschule Pforta, ein traditionsreiches Internatsgymnasium in der Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Der Klostersalon nimmt Schulpforta zum Anlass, grundsätzlicher zu fragen: Was macht einen Ort zum Bildungsort – und was hat das Kloster damit zu tun?
Die spezialisierte Landesschule blickt auf eine fast 500-jährige Schulgeschichte in alten Klostergemäuern zurück. Heute besuchen rund 300 begabte Schülerinnen und Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse die Schule samt Internat. Die Schule ist bekannt für ihren ganzheitlichen Bildungsansatz in der Begabtenförderung. Im Sinne einer Einheit von Lehre und Erziehung leben die Lehrerinnen und Lehrer mit der Schülerschaft im Internat zusammen. Hohe Motivation, soziales Engagement und außerordentliche schulische Leistungen – besonders in den drei Spezialisierungsbereichen Sprachen, Musik und Naturwissenschaften – sind Voraussetzungen für die Aufnahme nach einem Auswahlverfahren. Das Freizeitangebot reicht von Theater-AG und Schulband über Sport bis hin zu Philosophiekursen. Bis heute leistet die Schule einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftspolitischen Werteentwicklung.
1543 wandelte Moritz von Sachsen das ehemalige Zisterzienserkloster an der Saale in eine Internatsschule um. Zuvor hatten die Zisterziensermönche seit 1132 ein sumpfiges Gebiet im Saaletal trockengelegt, das Kloster als Wirtschaftsbetrieb mit Klostermühle, Obst- und Weinbau erfolgreich etabliert und die Grundherrschaft ausgedehnt. Unter den sächsischen Landesherren entwickelte sich die Lehranstalt bald zur Vorzeige-Schule für begabte Jungen. Klopstock, Fichte und Nietzsche drückten hier die Schulbank. Nach 1815 erlebte die Schule zahlreiche Umbrüche, ohne ihren besonderen Geist als Internat einzubüßen. Vor allem in der NS-Zeit und in der DDR wurde versucht, die Schule dem jeweiligen Erziehungsideal anzupassen. Nach 1990 ging sie als Landesschule Pforta in die Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt über.
Im Online-Klostersalon sprechen die Rektorin der Landesschule Pforta, Kathrin Volkmann, und der Journalist und ehemalige Schüler Matthias Haase, Vorsitzender des Pförtner Bundes e.V., über das besondere Bildungskonzept an einem besonderen Ort.
Unsere Gäste

Matthias Haase

Kathrin Volkmann, Rektorin der Landeschule Pforta
Kathrin Volkmann, Rektorin der Landeschule Pforta seit 2022. Die gebürtige Magdeburgerin wuchs in Halberstadt auf und studierte Deutsch und Englisch. Anschließend arbeitete sie u.a. als Lehrerin am Domgymnasium in Magdeburg, dem St. Afra-Landesgymnasium. Zuletzt leitete sie ein bilinguales Gymnasium in München.
Matthias Haase, besuchte von 1983-1987 den musikalischen Zweit der Landesschule. Er studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und arbeitet als Journalist und Radiojournalist überwiegend für MDR Thüringen. Seiner alten Schule blieb Haase stets verbunden: Seit 2012 ist er Vorsitzender des Pförtner Bundes mit rund 1.500 Alumni.